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Deutschland - Der Einsatz von Z-Saatgut im Getreideanbau hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 wieder deutlich zugelegt


Bonn, Germany
August 27, 2026

Der Einsatz von Z-Saatgut im Getreideanbau hat im Wirtschaftsjahr 2025/26 wieder deutlich zugelegt. Nach Angaben des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. wurden 60 Prozent der Getreideanbauflächen in Deutschland mit Z-Saatgut bestellt – zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Damit liegt der Saatgutwechsel wieder auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre und unterstreicht die Bedeutung von zertifiziertem Saatgut für die deutsche Landwirtschaft.

Geprüfte Qualität als Absicherung im Anbau

Wer Erntegut aus dem eigenen Betrieb nachbaut, weiß in der Regel nicht, ob sich darin bereits samenübertragbare Krankheitserreger befinden – ein Risiko, das sich über mehrere Anbaujahre aufschaukeln und ganze Bestände schwächen kann. Insbesondere wenn die Möglichkeiten zur Nutzung chemischen Pflanzenschutzes reduziert werden ist eine gesunde Ausgangsbasis das A und O für einen erfolgreichen Getreideanbau.

Zertifiziertes Saatgut durchläuft deshalb ein mehrstufiges Prüfverfahren – von der Feldbesichtigung der Vermehrungsbestände bis zur Beschaffenheitsprüfung im Labor. Dabei werden unter anderem Keimfähigkeit, Gesundheitszustand und Sortenreinheit kontrolliert. Für die verschiedenen Qualitätsmerkmale gelten gesetzlich festgelegte Anforderungen und Grenzwerte, die eine Partie erfüllen muss. Nur wenn alle vorgeschriebenen Kriterien eingehalten werden, erhält sie die amtliche Anerkennung als Z-Saatgut. Für den landwirtschaftlichen Betrieb ist das am Blauen Etikett erkennbar – dem sichtbaren Nachweis für geprüftes und anerkanntes Saatgut.

Mit dem Kauf von Z-Saatgut fließt zudem ein Teil des Preises über Lizenzgebühren an die Züchterhäuser zurück und trägt dazu bei, die Entwicklung neuer Sorten zu finanzieren. Diese Züchtungsleistung gewinnt angesichts zunehmender Herausforderungen im Anbau weiter an Bedeutung: Der Wegfall von Pflanzenschutzwirkstoffen und die Folgen von Hitze und Trockenheit erfordern Sorten, die widerstandsfähiger und besser an veränderte Anbaubedingungen angepasst sind. Die Finanzierung der Züchtungsarbeit ist damit eine wichtige Voraussetzung dafür, dass solche Sorten entwickelt und den landwirtschaftlichen Betrieben langfristig zur Verfügung gestellt werden können.

„Der wieder gestiegene Saatgutwechsel auf 60 Prozent zeigt, dass viele Landwirtinnen und Landwirte auf die geprüfte Qualität von Z-Saatgut setzen“, resümiert Dr. Dennis Hehnen, Geschäftsführer des Getreidefonds Z-Saatgut e. V. „Hochwertiges Ausgangsmaterial ist die Basis für gesunde und leistungsfähige Bestände und damit für stabile Erträge. Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen Herausforderungen im Anbau gewinnt neben der richtigen Sorte die Qualität des Saatguts weiter an Bedeutung“, betont Hehnen. Wichtig sei zudem, die Saatgutbestellung frühzeitig vorzunehmen: Eine rechtzeitige Bestellung entlaste die Logistik in der kurzen und intensiven Aufbereitungssaison zwischen Ernte und Aussaat und stelle sicher, dass das Z-Saatgut pünktlich auf dem Hof steht.

Entwicklungen bei den einzelnen Getreidearten

Winterweizen bleibt mit rund 2,78 Millionen Hektar (inkl. Dinkel und Einkorn) die mit Abstand wichtigste Getreidekultur in Deutschland. Die Anbaufläche ging gegenüber dem Vorjahr leicht um 2,7 Prozent zurück. Gleichzeitig stieg der Saatgutwechsel deutlich von 49 auf 53 Prozent.

Bei der Wintergerste bewegte sich der Saatgutwechsel mit 65 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (66 Prozent), während die Anbaufläche um 4,1 Prozent zunahm. Von Roggen werden zum überwiegenden Teil Hybridsorten angebaut, was zum hohen Saatgutwechsel von 94 % erklärt. Gleichzeitig ging die Anbaufläche um 6,2 Prozent zurück. Bei Triticale stieg der Saatgutwechsel dagegen deutlich von 78 auf 89 Prozent, während die Anbaufläche leicht um 3,9 Prozent sank.

Bei der Sommergerste zeigte sich eine gegenläufige Entwicklung: Die Anbaufläche ging um 11,1 Prozent zurück, der Saatgutwechsel sank ebenfalls von 64 auf 59 Prozent. Beim Sommerweizen nahm die Anbaufläche leicht um 2,7 Prozent zu, während der Saatgutwechsel nach dem Spitzenwert des Vorjahres von 83 Prozent auf 65 Prozent zurückging. Beim Hafer blieb der Saatgutwechsel mit 61 Prozent nahezu stabil (Vorjahr: 60 Prozent), obwohl die Anbaufläche um 6,9 Prozent zurückging. Insgesamt schwankt der Saatgutwechsel der Sommergetreide wie in Vorjahren stärker als bei den Winterungen.

Insgesamt lag der Saatgutwechsel bei Wintergetreide 2025/26 bei 60 Prozent und damit drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert von 57 Prozent. Beim Sommergetreide sank der Saatgutwechsel dagegen von 64 auf 60 Prozent. Damit liegen Winter- und Sommergetreide beim Saatgutwechsel erstmals seit mehreren Jahren nahezu gleichauf.

Mit dem Saatgutwechsel wird der Anteil der mit Z-Saatgut bestellten Flächen an der gesamten Getreideanbaufläche beschrieben. Er wird aus den Saatgutumsätzen der deutschen Züchter, den Anbauflächen in Deutschland und der Aussaatstärke aus den zur Anerkennung gemeldeten Vermehrungsflächen berechnet.

 



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Website: https://www.z-saatgut.de/

Published: August 27, 2026

 
 

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